Meine Motivation

Ich glaube fest daran, dass wir ständig versuchen mit unseren Bedürfnissen im Einklang zu sein und dass wir bei der Erfüllung unserer Bedürfnisse manchmal Wege wählen, die andere Menschen verletzen. Wir tun das nicht, weil wir bösartig oder egoistisch sind, sondern weil uns hin und wieder die Vorstellungskraft für eine friedliche und ehrliche Lösung fehlt.

Das Thema Gewalt und Aggressionen in Betreuungsberufen bewegt mich seit mehr als elf Jahren, genauer gesagt seit meinem FSJ in einer Wohneinrichtung für Menschen mit einer geistigen Behinderung. Ich erlebte während meiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger in den Lebensfeldern Wohnen und Bildung sehr unterschiedliche Formen von Gewalt. In diesem Zusammenhang machten sich Hilflosigkeit und Selbstzweifel breit und ich suchte vergebens nach Orientierung für einen möglichst friedlichen Umgang mit Aggressionen und Gewalt.

Seit meiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger begegnen mir Methoden wie Strafen, Isolierungen, Fixierungen und Einschüchterungen im Umgang mit sogenannten herausfordernden Verhaltensweisen, welche nach meinem damaligen Verständnis als überfordernde Verhaltensweisen hätten bezeichnet werden müssen.

Mein Bestreben nach einem friedlichen Umgang wurde mit jedem Übergriff stärker, so dass ich mich in diesem Bereich spezialisiert und ausbilden lassen habe. Heute stärke ich angehende und ausgebildete Fachkräfte sowie Führungskräfte im Umgang mit Gewalt und Aggressionen und möchte hierdurch zu einem friedlichen Miteinander beitragen.

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